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Baugenehmigungen auf höchstem Stand seit 2000

Wiesbaden (ABZ). - Niedrige Hypothekenzinsen und die Unterbringung von Flüchtlingen sorgen für einen ungebremsten Bauboom in Deutschland. Von Januar bis August wurde die Errichtung von 245 300 Wohnungen genehmigt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das waren 25,1 Prozent oder 49 200 mehr als im Vorjahreszeitraum und damit der höchste Stand in den ersten acht Monaten eines Jahres seit 2000. Damals waren 246 300 Wohnungen genehmigt worden. Bereits im ersten Halbjahr sowie nach sieben Monaten des laufenden Jahres hatten die Statistiker ein 16-Jahres-Hoch verzeichnet. Am stärksten stiegen die Baugenehmigungen für Wohnungen in Wohnheimen mit einem Plus von 137,3 % oder 9588. Zu ihnen zählen auch Flüchtlingsunterkünfte. Ohne die Berücksichtigung der Unterkünfte in Wohnheimen wäre das Plus insgesamt deutlich geringer ausgefallen. Große Anstiege gab es ferner bei genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (27,5 %) und Zweifamilienhäusern (14,2 %). In die Höhe schoss zudem die Zahl der Bewilligungen bei Umbauten bestehender Gebäude: Sie wuchs um 38,6 % oder 9674 - der höchste Stand seit dem Jahr 1998.




Modernisierungszuschuß

Seit 1. August 2016 bekommen Haus- und Wohnungseigentümer einen nicht rückzahlbaren Zuschuss, wenn sie Heizungspumpen und Warmwasserzirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen ersetzen oder in den hydraulische Abgleich am Heizsystem investieren. Der Zuschuss beträgt 30 % der Netto-Investitionskosten, maximal 25.000 Euro. Damit wird es für Eigentümer attraktiver, in Maßnahmen für den Klimaschutz zu investieren. Das Förderprogramm gilt nicht für Neubauten. Es richtet sich vor allem an Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) und kleinere Unternehmen, die bestehende Heizsysteme jetzt modernisieren wollen.

Nähere Informationen zum Förderprogramm Heizungsoptimierung finden interessierte Eigentümer hier: http://www.bafa.de/bafa/de/energie/heizungsoptimierung/index.html




Bauverband warnt vor Entsorgungsengpass bei Dämmstoffen

Dämmstoffe mit dem Flammschutzmittel HBCD, die bei Wärmedämmverbund-Systemen eingesetzt werden, sind ab Oktober gefährlicher Abfall. Probleme können sich in der Entsorgung der Materialien im Neubau und der Modernisierung ergeben, warnt der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes.

Abfälle von Dämmstoff aus Polystyrol, die die HBCD enthalten, müssen separat gesammelt und entsorgt werden. Das gilt für so gut wie alle alten Wärmedämmverbund-Systeme.

Nach Angaben der Bundesregierung fallen jährlich in Deutschland 230 Kilotonnen Dämmabfall an. Davon sind 42 Kilotonnen Dämmabfall in Form von Polystyrol und 35 Kilotonnen gemischter Baustellenabfall, der – sofern er Polystyrol-Abfälle enthält – als gefährlicher Abfall eingestuft werden muss.

Eine EU-Verordnung wurde in Deutschland auf Betreiben des Bundesrats so umgesetzt, dass Dämmstoff mit HBCD in der Entsorgung ab dem 1. Oktober 2016 als gefährlicher Abfall einzustufen ist.

„Wir benötigen dann aber dringend praktisch machbare Vollzugsregelungen und Lösungen zur rechtssicheren Entsorgung“, sagt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes.

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